Ausgezeichnetes Engagement für den Umweltschutz in Langenfeld

Veröffentlicht am: 21.04.2021
Bürgermeister Frank Schneider (rechts) überreichte im Innenhof der Wasserburg den Umweltschutzpreis der Stadt Langenfeld an Einrichtungsleiter Markus Peter Peuker (links) und Alexandra Henning, Leitung Sozialer Dienst (Mitte), vom Seniorenzentrum St. Martinus. Ebenfalls ausgezeichnet, aber nicht abgelichtet sind die Brüder Heinz und Claus Schiefer.

Auch in 2020 hat die Stadt Langenfeld den traditionellen Umweltschutzpreis der Stadt, der im zweijährigen Turnus vergeben wird, ausgerufen.

Bewerben oder vorgeschlagen werden konnten Menschen und Institutionen mit Projekten oder ihrem Einsatz für den Umweltschutz in Langenfeld. Zum Ende der Bewerbungsfrist lagen sechs Bewerbungen vor. Im Planungs-, Umwelt-, und Klimaausschuss am 25. November 2020 wurde dann die Preisträger beschlossen.

„Als Preisträger wurden vom Ausschuss das Seniorenzentrum St. Martinus und die Brüder Heinz und Claus Schiefer bestimmt. Beide erhalten jeweils 500 Euro Preisgeld des insgesamt mit 1.000 Euro dotierten Preises“, freut sich Bürgermeister Frank Schneider über den Einsatz im Umweltschutz.

In der Vergangenheit wurde der Umweltpreis der Stadt beim Neujahrsempfang der Stadt Langenfeld verliehen. Da dies aufgrund der aktuellen Situation nicht möglich war, fand die Übergabe des Preises nun an der Wasserburg Haus Graven statt, die zukünftig die Bereiche Kunst, Kultur, Umweltbildung und Events vereinen wird.

Das Seniorenzentrum St. Martinus hat durch sein kontinuierliches Engagement und die vielfältigen Projekte im Bienen- und Klimaschutz sowie deren generationsübergreifender Umsetzung, einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz in Langenfeld geleistet.

Neben der Anlage einer Streuobstwiese und der Ansiedlung von Bienenvölkern mit Unterstützung der Kindertageseinrichtung St. Martin bei der Gestaltung der Bienenstöcke, wurden auch energetische Maßnahmen, wie die Umstellung der Beleuchtung in der Einrichtung umgesetzt.

Im Bereich der klimafreundlichen Mobilität wurde für kurze Dienstfahrten ein Fahrrad angeschafft sowie eine E-Rikscha für Ausflüge mit den Bewohnerinnen und Bewohnern in Auftrag gegeben.

Die Brüder Heinz und Claus Schiefer haben durch ihr Engagement gegen den Bau und den Betrieb der CO-Pipeline bereits seit 13 Jahren einen wichtigen Beitrag für den Umweltschutz im Sinne des „Schutzgutes Mensch“ geleistet.

Da die Stadt nicht als Kläger gegen das Vorhaben befugt war, haben sich die Brüder bereit erklärt, als Privatkläger gegen die CO-Pipeline aufzutreten und damit auch die Gemeinwohlinteressen der Stadt Langenfeld, des Kreises Mettmann und weiterer Anrainerstädte zu vertreten.

Einer der Brüder Schiefer erbrachte für das Verfahren beruflich bedingtes Fachwissen ein, durch das für das Klageverfahren wichtige Sachverhalte gewonnen werden konnten. Der Aufwand für diese Bemühungen beläuft sich auf mehr als 1.000 Arbeitsstunden.