"Ideenmelder Mobilität" für die Stadt Langenfeld - Online-Beteiligungsverfahren abgeschlossen

Update vom 24.11.2020:

Ideenmelder für das kommunale Mobilitätskonzept, online Beteiligung abgeschlossen

Das kommunale Mobilitätskonzept für Langenfeld geht auf die Zielgerade.

„Uns haben schon zahlreiche Beiträge von Bürgern erreicht, mit wirklich interessanten und gut überlegten Ideen“, freut sich Sabine Janclas, Leiterin des Referates Umwelt, Tiefbau und Verkehr.

„Viele Einträge sind über den Ideenmelder eingegangen, aber auch Zuschriften via Postbrief oder E-Mail haben uns erreicht. Egal auf welchen Weg uns die Ideen und Anregungen erreichen, alles wird ausgewertet. “, erklärt Sabine Janclas.

Der Ideenmelder ging Anfang Oktober online und war bis zum 15.11.2020 freigeschaltet. „Ursprünglich war vorgesehen den Ideenmelder nur bis Ende Oktober laufen zu lassen, nachdem uns allerdings zahlreiche Nachfragen erreichten, auch verbunden mit der Bitte die Laufzeit für den Ideenmelder zu verlängern, haben wir die Beteiligung bis Mitte November verlängert.“ erläutert Sabine Janclas.  

Mehr als 800 Einträge wurden im Ideenmelder vorgenommen, darüber hinaus gingen auch zahlreiche Beiträge in Schriftform im Referat 530 ein.

„Leider gab es in der Zeit aber auch ein paar Probleme mit der Darstellung“, so Natalie Nellißen vom Klimaschutzteam. „Es schien für die Nutzer zum Teil, dass gemachte Einträge wieder verschwinden. Das hat leider zu Irritationen geführt, aber nicht zum Verlust der eingegebenen Informationen. Alles, was in den Ideenmelder eingetragen wurde, ist auch angekommen, nur leider konnte man aufgrund technischer Störungen manche Einträge zeitweise nicht online sehen“, versichert die städtische Mobilitätsbeauftragte.

Alle Infos gibt es nachfolgend:

Liebe Langenfelderinnen und Langenfelder,

wir freuen uns, gemeinsam mit Ihnen Mobilität in Langenfeld nachhaltig und zukunftsfähig zu gestalten. Gerne hätten wir Sie hierfür in Person eingeladen, um über Ihre Wünsche, Ideen und Bedürfnisse sowie unsere ersten Analyseergebnisse hinsichtlich der Mobilität in der Stadt zu sprechen. Leider sind solche Veranstaltungen aufgrund der Covid-19-Pandemie nun nicht möglich. Da wir selbstverständlich nicht auf Ihre Teilnahme verzichten wollen, mussten wir umdenken. Es entstand unter anderem der „Ideenmelder Mobilität“, den Sie hier vorfinden.

Dieser funktioniert wie folgt: Zunächst stellen wir Ihnen das Leitbild vor, das wir im Zuge der Bearbeitung des Mobilitätskonzeptes entwickelt haben. Ein Leitbild gibt eine Richtung vor und soll eine übergeordnete Zielvorstellung für eine zukünftige Entwicklung des Langenfelder Mobilitätssystems widerspiegeln. Dann benennen wir Ihnen die Themenfelder des Mobilitätskonzeptes, mit denen wir Ihnen in Kürze zentrale Analyseergebnisse darstellen möchten. Für diese Themenfelder suchen wir nun nach den richtigen Maßnahmen.

Jetzt sind Sie gefragt! Ihre Ideen für Maßnahmen in den Themenfeldern (Fußverkehr, Radverkehr, öffentliche Verkehrsmittel, motorisierter Individualverkehr und alternative Mobilitätsangebote) können an von Ihnen bestimmten Orten in die Karte eingetragen werden. Ihre Vorschläge werden anschließend von uns gebündelt und ausgewertet. Sie liefern nebst unseren bisherigen Analyseergebnissen die Basis für die Erstellung des Mobilitätskonzeptes für Langenfeld. Wir freuen uns auf Ihre rege Teilnahme und eine fruchtvolle Zusammenarbeit!

Die Kurzpräsentation der Zwischenergebnisse des Mobilitätskonzeptes können Sie hier als PDF ansehen.

Das Leitbild

Das Leitbild, dem die Maßnahmen dieses Ideenmelders folgen sollten, ist: Ein Langenfeld der kurzen Wege: flexible und sichere Mobilität für Alle. Das bedeutet, dass in Langenfeld bis 2035 Straßen und Stadträume angenehm und sicher sein sollen. Alle Altersklassen und alle Verkehrsteilnehmenden sollen gleichberechtigt sein und sich im Straßenraum wohl fühlen. Alle alltäglich wichtigen Orte sollen ohne eigenes Auto erreicht werden und neue Technologien sollen zielführend für eine bessere Mobilität eingesetzt werden. Langenfeld wird ein umweltbewusster, lebendiger und lebenswerter Wohnort – das soll auch sein flexibles, nachhaltiges und einfach zugängliches Mobilitätssystem reflektieren.

Ideenmelder Mobilität1

Die Themenfelder

Fußverkehr
Das Zufußgehen ist die wohl älteste Transportmethode der Menschheit. Heutzutage sind Zufußgehende jedoch mit einigen Hindernissen konfrontiert – so auch in Langenfeld. Eine erste Analyse ergab, dass vielerorts beispielsweise Gehwege zu schmal oder in schlechter Verfassung sind. In einigen Bereichen der Stadt ist die Erreichbarkeit zu z. B. Nahversorgungseinrichtungen noch schwach ausgeprägt. Solche Hindernisse sollen in Langenfeld abgebaut werden, damit es sich sicher anfühlt und schön ist, zu Fuß zu gehen. Das tut nicht nur der Gesundheit, sondern auch der Umwelt gut. Welche Maßnahmen braucht Langenfeld, damit es (sich) gut läuft?

Radverkehr
Radfahren hält Mensch und Umwelt fit, lehrt Kindern den Umgang mit Verkehr und ermöglicht allen Altersklassen unabhängige Mobilität. Doch kann Radfahren auch gefährlich sein. So sind mangelhafte oder fehlende Radwege und ausbaufähige Verbindungen zu öffentlichen Verkehrsmitteln keine Seltenheit.  Zudem sind wild parkende Räder vielen ein Dorn im Auge. Welche Maßnahmen kann die Stadt Langenfeld ergreifen, um das Radfahren sicher und attraktiv für alle zu gestalten?

Öffentliche Verkehrsmittel
Öffentliche Verkehrsmittel haben großes Potenzial umweltfreundlicher mobil zu sein und dabei kostengünstig, schnell und sicher ans Ziel zu kommen. Erste Analyseergebnisse aus Langenfeld weisen jedoch Defizite im Öffentlichen Verkehr auf. Zuverlässigkeit, Taktung, und Angebot werden bemängelt. Außerdem ist der Übergang zu anderen Mobilitätsformen nicht immer optimal. Welche Maßnahmen muss Langenfeld ergreifen, um den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger gerecht zu werden?

Motorisierter Individualverkehr
Die Erfindung des Autos im 19. Jahrhundert war ohne Zweifel ein großer Entwicklungsschritt. Jedoch haben Autos unsere Städte deutlich verändert. Diese Veränderung bedeutet für andere Verkehrsteilnehmende oft eine Einschränkung. Auch Autofahrende klagen häufig über eine lange Parkplatzsuche und nervenraubende Staus. Welche Maßnahmen kann Langenfeld ergreifen, um das Auto verzichtbar zu machen? Wie können beispielsweise Fortschritte in der Digitalisierung zu einem besseren Verkehrsmanagement genutzt werden? 

Alternative Mobilitätsangebote
Allein in den letzten Jahren schossen neue Mobilitätsangebote wie Pilze aus dem Boden: von elektrischen Rollern über Leihräder und Carsharingangebote bis zur Konkurrenz für etablierte Taxi-Unternehmen. Unsere Art der Fortbewegung nimmt ständig neue Formen an. Welche dieser alternativen Mobilitätsangebote sollte Langenfeld fördern, und welche konkreten Maßnahmen kann die Stadt diesbezüglich ergreifen, um die Mobilitätsmöglichkeiten vielfältiger zu gestalten?

Die detaillierten Ergebnisse der Analyse können im Zwischenbericht zum Mobilitätskonzeptes nachgelesen werden.